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Der biblische Ruhetag am Samstag - Zeichen der Lie

Entdecken Sie das Geheimnis des verlorenen Sabbats

Bitte unbedingt vorher die Studie
"BUND MIT GOTT UND DIE BEDEUTUNG DER GEBOTE GOTTES" lesen!

1. Der Samstag (Sabbat) ist der biblische Ruhetag
2. Eine persönliche Glaubensprüfung für den Sabbat
3. Sabbat ist die Krönung des geistlichen Lebens
3.1. Der Sabbat ist ein Denkmal der Schöpfung
3.2. Der Sabbat ist das Zeichen des ewigen Bundes Gottes
3.3. Der Sabbat ist der Beweis für unsere Befreiung von der Sünde
3.4. Der Sabbat ist ein Zeichen der Heiligung
4. Der Sabbat regelt den Wochenrythmus
5. Der biblische Ruhetag Sabbat ist der Wochentag Samstag
6. Wie kam es zum Sonntag?
7. Päpstliche Macht und Einführung des Sonntags
8. Der Sabbat ist nicht jüdisch, sondern für alle Christen
9. Jesus und der Sabbat
10. Ein Beispiel der Auslegung von Kolosser 2,16
11. Die Bedeutung des Sabbats für Gericht und Endzeit
12. Der Sabbat ist für alle Christen




1. Der Sabbat ist der biblische Ruhetag

Der Sabbattag ist die Krönung und die Vollendung der 6-Tage-Schöpfung.
“Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er am ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden”
(1. Mose 1,31; 2,1-4).
Mit dem Sabbat hat Gott Zeit und Ruhe für den Menschen geschaffen.
Es geht dabei um Raum zum Leben. Innerer Friede und Zeit zum Leben sind die zwei Schlüssel zum erfolgreichen und tief erfüllten Leben.
Ich wünsche mir, dass Sie diese Worte mit Leben füllen können, denn diese Erkenntnis ist unserer modernen Gesellschaft verloren gegangen.
Wie komme ich zu diesem Frieden, den nur Gott in uns schaffen kann?
Indem ich die Autorität und Schöpferkraft Gottes anerkenne, mich vor dem Schöpfer und dem geschaffenen Leben beuge, und dieses Leben mit allen Facetten und in allen Umständen mit Ehrfurcht anzunehmen lerne. Der erste Schritt dazu ist, das geschriebene Wort Gottes als Autorität für mein Leben anzunehmen.
Johannes hört, wie die letzte Botschaft an die Menschheit verkündigt wird:
“Ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen” (Offenbarung 14,6-7).
Genug mit der Anmaßung der Menschheit, sich immer über Gott und Sein Wort stellen zu wollen! Gott ist der Schöpfer. Ihm gebühren Ehre und Ehrfurcht. Er ist der Geber allen Lebens. Ihm allein gehören mein Leben und meine Zeit!
Der Sabbat ist die Zeit Gottes. Gott will an diesem Tag die Sabbatruhe mit uns halten.
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2. Eine persönliche Frage: Ist Jesus mein Herr?

Habe ich Jesus als mein Herr und König angenommen?
Christ sein bedeutet, dass wir Jesus Christus als Herrn unseres Lebens anerkennen.
Wer obige Fragen von ganzem Herzen bejahen kann, erkennt Jesus als Herrn des Sabbats an. Jesus hat sich nämlich selbst als “Herr des Sabbats” bezeichnet:
“Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht... So ist der Menschensohn der Herr des Sabbats” (Markus 2,27-28).
Jesus möchte als Herr des Sabbats anerkannt und gewürdigt werden.

Habe ich Jesus als mein Herr und König angenommen?
Wenn Sie diese Frage bejahen können, dann kann der Sabbat, der Tag des Herrn, 24 Stunden der Ruhe in Gott, sich in Ihrem Leben auswirken. Jesus wird etwas aus Ihrem Leben machen, worüber Sie nur staunen und sich freuen werden können. Der geistliche Mensch wird den Sabbattag als Segen, ja sogar als “Lust” mit Gott erleben.
“Der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt...
Wenn
du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn “Geehrt”, wenn du ihn dadurch ehrst, dass du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest, dann wirst du deine Lust haben am Herrn, und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen.. Denn des Herrn Mund hat́ ´s geredet” (Jesaja 58,11-14).
Im Halten des Sabbats liegt ein Schatz begraben. Gott möchte Seinen Segen in unserem ganz persönlichen Leben fließen lassen.
In der Ruhe in Gott liegt die wahre Kraft des Lebens.
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3. Sabbat ist die Krönung des geistlichen Lebens




3.1. Der Sabbat ist ein Denkmal der Schöpfung

“Gedenke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn” (2. Mose 20,8-11).
Mitten in den Zehn Geboten finden wir diese Aufforderung des Sabbattages zu gedenken, um ihn heilig zu halten. Er ist ein besonderer und von den sechs anderen abgesonderter Tag.
“Du sollst an dem Sabbat keinerlei Arbeit tun”.
Die Arbeit und Berufstätigkeit wird unterbrochen, um mit Gott die Werke und die getane Arbeit in Ruhe zu betrachten, und das Leben zu genießen. Als Begründung wird angegeben, dass Gott der Schöpfer an diesem Tag ruhte. Die Sabbatruhe darf nach der Arbeitswoche am Freitagabend in unserem Herzen und Leben einkehren. Dieser Tag ist wie ein wöchentlicher Geburtstag des Lebens und der Schöpfung. Ein Geburtstag wird nicht an irgendeinem Kalendertag gehalten. Wer auf diesen besonderen Tag im Leben eines Menschen keinen Wert legt, ehrt diesen Menschen nicht. Genauso verhält es sich mit dem Sabbat. Wer am Samstag den Ruhetag mit Gott nicht hält, ehrt Gott nicht!
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3.2. Der Sabbat ist das Zeichen des ewigen Bundes

“Der Herr redete zu Mose und sprach: Du aber, rede zu den Söhnen Israel und sage ihnen: Haltet gewisslich meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der Herr, es bin, der euch heiligt. Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muss getötet werden, ja, jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Völker ausgerottet werden.
Sechs Tage soll man seine Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, ein Tag völliger Ruhe, heilig dem Herrn. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muss getötet werden.
So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in all ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund. Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschöpft”
(2. Mose 31,12-17).
Was hier mit dem Sabbatgebot ausgedrückt wird, mag hart klingen, aber dieser Text macht bewusst, was für Gott der Bruch dieses Gebotes juristisch mit sich bringt: den Tod, nach dem Prinzip “Der Sünde Sold ist der Tod” !
Wer den Sabbat nicht hält, muss zu Jesus kommen und erkennen, dass Jesus in Seiner Liebe den Tod am Kreuz auf sich genommen hat, um uns von unserer Schuld wegen des Brechens des Gesetzes zu befreien. Jesus ist gestorben, damit wir nach den Zehn Geboten leben und unter anderem auch den Sabbat mit Gott halten können.
Der Sabbat soll nämlich in allen Generationen gehalten werden. Dieses Gebot gilt nicht nur dem Volk Israels zur Zeit Moses, sondern auch den Juden und Christen zur Zeit Jesu, den Aposteln und uns heute bis in alle Ewigkeit.
Gott sagt: Der Sabbat soll als ewiger Bund gehalten werden.
Wer auch dieses Gebot hält, hält den Bund mit Gott (siehe Kapitel “Bund und Gebote”). Schließlich macht uns Gott bewusst, dass dieser Tag ein Zeichen zwischen Ihm und uns ist. Der Sabbat ist das Merkmal der Zugehörigkeit zu Gott und der sichtbare Beweis, dass Gott uns zu einem Leben der Gemeinschaft mit Ihm berufen hat. Der Sabbat als Zeichen soll für immer und ewig bestehen, also nicht nur in unserem Leben hier auf dieser Erde bis zur Wiederkunft Jesu, sondern auch in der Ewigkeit auf der neuen Erde mit Jesus.
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3.3. Der Sabbat ist der Beweis für meine Erlösung

“Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der Herr, dein Gott, es dir geboten hat! ... Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der Herr, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der Herr, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern” (5. Mose 5,12.15).
In der Sklaverei ist es unmöglich, den Sabbat zu feiern. Da ist das Leben nur bedrückend und einengend. Es gibt dabei keine wirkliche Chance, mit Gott das Leben in allen seinen Zügen zu erleben.
Gerade in der modernen Gesellschaft und durch die wirtschaftlichen Zwänge wird unser Leben so sehr eingeschränkt, dass wir kaum zur Ruhe kommen können.
Hier kann nur Gott wirklich helfen.
Er will uns “mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm aus der Sklaverei herausführen”. Dessen muss sich jeder Christ bewusst werden. Diese Ruhe in Gott ist nicht selbstverständlich. Es ist eine große Gnade zu erfahren, wie Gott Ruhe in uns schafft. Aus der Ruhe am Sabbat dürfen wir immer wieder Kraft für die Werke der Woche schöpfen und in diesem Frieden, den nur Gott geben kann, Pflichten und Herausforderungen des Lebens sicher zu bewältigen.
Mit dem Sabbathalten erfüllen wir die zwei Voraussetzungen, um mit Gott alle Schwierigkeiten und Probleme des Lebens siegreich meistern zu können:
Wir bewahren Demut und Ruhe in Gott. Wir erlauben Gott, in unserem Leben zu wirken, und geben dem Leben in uns damit Raum.
“Es ist noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht von seinen Werken so wie Gott von den seinen. So lasst uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam” (Hebräer 4,9-12).
Wer unter allen Umständen in Gott ruhen kann, hat erfahren, wie die Macht der Sünde in ihm gebrochen wurde. Er fällt nicht in unüberlegte Handlungen und Sünden zurück. Er kann sich in Gottes Hand erleben und erfahren, wie der Herr zu ihm steht und für ihn streitet.
In diesem Zusammenhang ergeht im Hebräerbrief der Ruf an uns:
“Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht” (Hebräer 3,7).
Schwierigkeiten und Bedrängnisse im Leben verbittern das Herz und machen uns hart und lieblos. Allein der Friede Gottes kann uns davor bewahren. Dieser Friede wird in uns stark werden, wenn wir uns entschließen, auf das Wort Gottes zu hören, und es ganz anzunehmen – jetzt und sofort!
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3.4. Der Sabbat ist ein Zeichen der Heiligung

“Haltet gewisslich meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der Herr, es bin, der euch heiligt” (2. Mose 31,12).
Der Sabbat ist ein Zeichen dafür, dass Gott uns heiligt.
Im Kapitel “Versöhnung mit Gott” haben wir gelesen, dass wir durch den Tod Jesu und sein Wirken im himmlischen Heiligtum vor Gott geheiligt dastehen.
“Wir sind geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi” (Hebräer 10,10). Jesus “hat uns versöhnt durch den Tod seines sterblichen Leibes, damit er euch heilig und untadelig und makellos vor sein Angesicht stelle” (Kolosser 1,22).
Was bedeutet “heilig vor Gott“ sein?
Jesus betete zu Seinem Vater: “Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in der Wahrheit” (Johannes 17,18). Obwohl Jesus wirklich vollkommen und sündlos ist, sagt er, dass er sich für uns geheiligt hat.
Wir merken, dass die Bibel unter Heiligung/“heilig sein“ nicht das versteht, was wir meinen. Heilig zu sein bedeutet eine einzigartige, besondere Stellung vor Gott zu bekommen. Das hat mit Liebe zu tun, durch die man bei anderen einen besonderen Stellenwert erhält.
Jeremia berichtet: “Das Herrn Wort geschah zu mir: Geh hin und predige öffentlich der Stadt Jerusalem und sprich: So spricht der Herr: Ich gedenke der Treue deiner Jugend und der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir folgtest in der Wüste, im Lande, da man nicht sät. Da war Israel dem Herrn heilig” (Jeremia 2,1-3).
Gott definiert hier, was “heilig dem Herrn” sein bedeutet
Heilig sein bedeutet:
- Gott in allen Dingen treu zu sein
- Gott zu lieben, wie Brautpaare sich bei ihrer Hochzeit lieben und einander Treue und Liebe schwören
- Gemeinschaft und Intimität mit Gott
- Gott nachzufolgen, alles zu tun, was Gott von uns möchte, zu reden, was und wie Gott spricht
- auch in der Wüste des Lebens bei Gott zu bleiben
(Wüste symbolisiert hier eine Umgebung, wo alles hart und lieblos geworden ist, wo Bedürfnisse nicht gestillt werden können, wo die Seele in Gefahr ist. In der Wüste ist es bei Tag extrem heiß und in der Nacht eiskalt. Gerade in solchen Lebensumständen zeigt sich, wer wirklich geheiligt ist.)
- dennoch bei Gott zu bleiben und ihm nachzufolgen, im Leid und bei Konflikten nach Jesu Vorbild zu handeln.
Diese innere Haltung und besondere Stellung vor Gott verändert das Leben, schafft Raum für Frieden und erfülltes Leben in all seinen Dimensionen.
Die Heiligkeit ist der Boden unter unseren Füßen, den wir für jede Lebenssituation brauchen und der uns schließlich hilft, in allen Begegnungen mit unseren Mitmenschen stets den Frieden im Herzen zu bewahren.
“Jage dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird” (Hebräer 12,14).
Heiligung hat damit zu tun, dass wir in allen Bereichen unseres Lebens den Frieden suchen und bewahren. Dieser Friede aus der Sabbatruhe, den allein Gott in uns schaffen kann, ist das Zeichen der Erlösung und Heiligung und eine Voraussetzung, dass wir dereinst Gott sehen dürfen.
Wir merken, dass Heiligung ein einzigartiger Stand bei Gott ist, der unser ganzes Leben prägen wird. Heiligung ist eine ständige Entwicklung göttlicher Eigenschaften in uns. Heiligung ist der Prozess der Entfaltung unserer Persönlichkeit und unseres Charakters unter dem Einfluss des Heiligen Geistes. Heiligung ist wie das Wachstum einer Pflanze. Es ergibt sich aus dem neuen Leben, das sich entfalten kann.
Für diese Entwicklung des Lebens in uns und unseres Charakters ist uns der Sabbat gegeben worden, um ausreichend Zeit mit Gott zu haben, unser Leben zu überdenken und es immer wieder neu auf Ihn auszurichten.
“Haltet gewisslich meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch für all eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der Herr, es bin, der euch heiligt“ (2. Mose 31,12).
Gott hat den Sabbat geheiligt, und als Herr unseres Lebens heiligt Er auch uns. Er gibt Leben, Er gibt Worte und Informationen für unsere Entwicklung. Er führt und lenkt alles zu unserem Besten. Das soll durch das Halten des Sabbats sichtbar werden.
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4. Der Sabbat regelt den Wochenrythmus

Die Sonne bestimmt das Jahr, der Mond den Monat, wiederum die Sonne den Tag.
Für die Woche haben wir keinen Himmelskörper, sondern den Schöpfer persönlich: Er ruhte am siebten Tag, dem Sabbat, und heiligte ihn. Der Sabbat ist eine vom Schöpfer persönlich für uns geschaffene Zeit und regelt, dass es nur sechs Arbeitstage gibt. Adam und Eva, geschaffen am 6. Tag, haben zuerst die Gemeinschaft und die Ruhe in Gott erfahren, um dann die erste Arbeitswoche ihres Lebens zu beginnen.
Mit dem Sabbat beginnen das Leben und die Werke des Christen. Unser Leben ist nicht von Gestirnen und kosmischen Kräften bestimmt, wie die Esoterik heute glaubhaft zu machen versucht, sondern allein vom allmächtigen Gott, der absolut kein unpersönlicher Schöpfer ist. Unser Leben ist nicht von Zufall oder Willkür des Lebens bestimmt, wie man aus der Evolutionstheorie ableiten könnte, sondern liegt fest und sicher in Gottes Hand, wenn wir in Ihm bleiben und uns führen lassen.
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5. Der biblische Ruhetag Sabbat ist Samstag

Welcher Tag ist der siebte Tag der Woche?
Im Bericht vom Tode Jesu lesen wir, dass Jesus am Rüsttag (dem Tag vor dem Sabbat) gestorben ist, während des Sabbats im Grab lag und am “ersten Tag der Woche” auferstanden ist. “Als der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen” (Matthäus 28,1).
Der heutige „Sonntag“ ist also der erste Tag der Woche.
Der siebte Tag der Woche ist somit der heutige „Samstag“, der biblische Sabbat.
Das hebräische Wort Sabbat kommt in anderen Sprachen vor, um den Wochentag Samstag zu bezeichnen, z.B. auf Italienisch heißt Samstag "Sabato", auf Spanisch "Sabado“. In unserer deutschen Sprache haben wir den "Mittwoch", der uns den Tag in der Mitte der Woche anzeigt. Somit haben wir wiederum den Beweis, dass Samstag der siebte Tag der Woche ist.
Der Sabbat, den die Juden heute noch am Samstag halten, wurde im Kalender nicht geändert. Der Ruhetag Sabbat wurde aus politisch-religiösen Überlegungen im 4. Jahrhundert n. Chr. Auf den Sonntag verlagert. Der Sonntag war in den heidnischen Kulten ein Tag für die Anbetung der Sonne und der kosmischen Energien.
Der Sabbat bleibt im scharfen Gegensatz dazu der Tag für die Anbetung des einzig wahren persönlichen Gottes und Schöpfers aller Dinge in Anerkennung der Autorität Seines Wortes!
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6. Wie kam es zum Sonntag?

Die Christenheit hat einen langen Weg hinter sich. Die Geschichte zeigt uns, dass die ersten Christen sehr wohl den Sabbat gehalten haben. Aus diesem Grund haben die Heiden damals gedacht, dass die christliche Gemeinschaft eine jüdische Sekte sei.
Nach der Himmelfahrt Jesu sind viele fanatische jüdische Strömungen aufgetaucht, die die politische Abhängigkeit von den Römern brechen wollten. Damals schon hat der Antisemitismus begonnen. Die Juden wurden verhasst. Die Rebellion gegen die Römer wurde im Jahre 70 n. Chr. durch die Vernichtung Jerusalems gewaltsam beendet. Christen wurden zu dieser Zeit von Juden und Römern teilweise brutal verfolgt, weil sie den Schöpfer-Gott und nicht den Kaiser anbeteten. Diese schwierige Zeit für die christliche Kirche dauerte bis 313 n. Chr., als der römische Kaiser Konstantin (der Große) den christlichen Glauben durch das Toleranzedikt von Mailand zuließ. 380 wurde unter Theodosius das Christentum zur Staatsreligion erhoben. Das war eine rein politische Entscheidung. Heiden wurden gezwungen, Christen zu werden, ohne dass die Gesinnung und der Herzensglaube berücksichtigt wurden. Als Kennzeichen des Glaubens wurden christliche Riten und Zeremonien gefordert.
So kam es, dass viele Menschen nur rein äußerlich gläubig waren. Diese Menschen hatten ihre Denkweise nicht mit dem Wort Gottes überprüft. So begann sich langsam die griechische Philosophie und Religion mit der biblischen Botschaft zu vermischen. Schritt für Schritt drangen neue Dogmen, Riten und Zeremonien, die eigentlich aus heidnischen Religionen stammten, in das Christentum ein.
Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches wurde die Kirche zu einer politischen Macht, weil Ordnung dringend notwendig war. Geistliche, die Autorität ausübten, übernahmen Staatsangelegenheiten. Um Frieden und Ruhe im Volk zu bewahren, wurden mit der Zeit immer mehr Kompromisse gemacht. Schon 321 n. Chr. hat Konstantin ein Sonntagsgesetz erlassen: "Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen Tage der Sonne ruhen" (Corpus Iuris Civilis). Und so wurde der Sonntag - in der heidnischen Religion ein Tag, an dem der Sonnengott angebetet wurde - als Ruhetag für alle Gläubigen eingesetzt, um religiöse Einheit zu schaffen. Der Sabbat wurde von der Masse der Christen nicht mehr gehalten, weil dieser Tag mit dem jüdischen Fanatismus in Verbindung gebracht wurde. Juden waren schon damals sehr unbeliebt.
Die Sonntagsheiligung und viele andere heidnische Bräuche wurden so im Laufe der Zeit übernommen. Die Kirche wurde eine Staatsreligion, und hat in ihre Theologie heidnische Religionen einfließen lassen, die mit christlichem Kleid versehen wurden.
Biblisch betrachtet sind die Argumente, die ich in christlichen Kreisen höre, nicht haltbar, wie z.B. “der Sonntag ist für die Feier der Auferstehung Jesu”. Ich sehe die Taufe als Feier der Auferstehung zum neuen geistlichen Leben des Christen.
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7. Päpstliche Macht und Einführung des Sonntags

Das Papstum ist die Organisation auf Erden, die für sich in Anspruch nimmt, für die Verlegung des Sabbats auf den Sonntag verantwortlich zu sein.

Kardinal James Gibbons erklärte:
Man kann die Bibel vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung lesen und doch nicht eine einzige Zeile finden, die den Sonntag als ruhetag bestätigt. Die Heilige Schrift fordert die Heiligung des Samstags, eines Tages, den wir Katholiken niemals halten werden (The Faith of Our Fathers 110. edition S. 89).
Der Sonntag ist eine katholische Einrichtung, und der Anspruch auf seine Einhaltung kann nur durch katholische Prinzipien verteidigt werden... In der ganzen Heiligen Schrift gibt es keine einzige Aussage, die zu einer Veränderung des wöchentlichen Ruhetages vom letzten auf den ersten Tag der Woche berechtigt (Catholic Press - Sydney)
Die katholische Kirche änderte über tausend Jahre vor dem Aufkommen des Protestantismus kraft ihres göttlichen (??) Auftrags den Tag von Samstag auf Sonntag (Catholic Mirror).
Diese Veränderung war in der Prophetie angekündigt.
Ich verweise hier auf die Studie Abfall der Kirche in der Prophetie




8. Der Sabbat ist nicht jüdisch, sondern für alle

Viele lehnen den Sabbat ab, weil sie sagen, dass dieses Gebot nur für die Juden bestimmt war. Diesbezüglich möchte ich Sie auf das Kapitel “Bund, Taufe und Gebote” verweisen. Folgende Punkte möchte ich jedoch hier festhalten:
1) Der Sabbat gehört allen Menschen und ist eine Schöpfung Gottes.
Genauso wie Gott uns Leben und eine wunderschöne Erde mit vielen verschiedenen Lebensformen geschenkt hat, genauso ist uns der Sabbat durch Ihn geschenkt worden.
2) Gott ruhte am Samstag. Die Bibeltexte geben das als Grund an, warum wir den Sabbat halten sollen. Dieser Tag ist heilig und ein Segen für uns.
3) Der Bund und die Bundesgebote waren schon Adam, Kain, Abraham und den Patriarchen bekannt. Am Sinai wurde der Bund mit dem Volk Israel erneuert, und dabei wurden dem Volk die Zehn Gebote in schriftlicher Form gegeben.
4) Der Sabbat ist keine jüdische Einrichtung. Er hat den gleichen Wert wie das Gebot "Du sollst nicht töten" und alle anderen Gebote. Die Behauptung, das Gebot “Du sollst nicht töten” wäre nur den Juden gegeben worden, ist einfach nicht haltbar. Genauso verhält es sich mit dem Sabbatgebot.
5) Jesus hat das Alte Testament nicht abgeschafft, sondern voll und ganz erfüllt.
Er lehrte: “Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht” (Matthäus 5,17-18).
Er sagte klar und deutlich zu der Samariterin am Brunnen, einer Frau aus einer anderen Religion: “Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten, denn das Heil kommt von den Juden” (Johannes 4,22).
6) Der Bund, der durch Jesus erneuert, bekräftigt und mit Seinem Blut bestätigt wurde, hat den alten Bund nicht aufgehoben. Genau das erklärt Paulus den Christen: “Brüder, ich rede nach Menschenweise: Man hebt doch das Testament [Testament bedeutet auch Bund] eines Menschen nicht auf, wenn es bestätigt ist, und setzt auch nichts dazu. Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinen Nachkommen... Wenn ihr aber Christus gehört, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft und nach der Verheißung Erben” (Galater 3,15-16.29).
So wie der Bund unabänderlich ist, haben die Gebote Gottes auch heute ihre volle Gültigkeit. Zu behaupten, Christen hätten mit dem Alten Testament nichts mehr zu tun, würde den Aussagen des Paulus widersprechen.
In Jesus sind alle wahren Christen Nachkommen Abrahams und Nachfolger des jüdischen Glaubens, also das heutige Volk Gottes, wie der Herr es den Patriarchen und Propheten offenbart hat.
“Ist Gott der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. Denn Gott ist einer, der gerecht macht die Juden aus Glauben und die Heiden durch den Glauben. Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz” (Römer 3,29-31).
7) Die Rechtsordnungen haben neue Adressaten, ändern sich deshalb aber nicht. Israel hat durch die Ablehnung Jesu als Messias aufgehört, das Volk Gottes zu sein (obwohl Gott bis heute sein Versprechen hält, dieses Volk weiterhin zu segnen, denn Gott ist Liebe!). Das Zeremonialgesetz, der Tempeldienst und die Riten wurden durch den Tod Jesu erfüllt und folglich abgeschafft, aber keinesfalls die Zehn Gebote als Worte der Verheißung des Bundes (siehe Kapitel “Bund und Gebote”).
8) Wir müssen heute zwischen Tradition und kirchlichen Dogmen einerseits, und dem Willen und der Absicht Gottes andererseits unterscheiden. Für Jesus war das so wichtig, dass er gerade damit ständig in Konflikt mit den damaligen religiösen Führern der Juden geriet. Menschliche Tradition und Überlieferung darf niemals über dem Wort Gottes stehen! Viele Gebote der Juden z.B. im Talmud haben nichts mit der Bibel zu tun.
Die Absicht Gottes ist nicht kulturabhängig, braucht keine menschliche Adaption und gilt zu allen Zeiten und für die gesamte Menschheit.
Der Sabbat gilt seit jeher und für jeden Menschen, bis in alle Ewigkeit!
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9. Jesus und der Sabbat

Der Sabbat war für Jesus ein großes Herzensanliegen. Die jüdischen religiösen Führer hatten diesen Tag gänzlich entstellt. Sie forderten vom Volk eine peinlichst genaue Beachtung ihrer Gebote, und hatten aus diesem Ruhetag eine schwere Bürde für das Volk gemacht. So durfte der Jude am Sabbat nicht mehr als tausend Schritte weit gehen, nichts tragen, usw.
Darum wollte Jesus das Sabbatgebot wieder richtig stellen:
“Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen; somit ist der Sohn des Menschen Herr des Sabbats” (Markus 2,27-28).
Jesus wollte nicht den Sabbat abschaffen, sondern das Sabbatgebot von der jüdischen Tradition befreien. Der Sabbat ist gezielt für den Menschen geschaffen worden. Unsere Lebensqualität hängt davon ab. Jesus geht sogar einen Schritt weiter. Er sagt klar, "Ich bin der Herr des Sabbats". Dieser Tag gehört eigentlich Jesus. Wer diesen Tag nicht achtet, ehrt Jesus nicht als Herrn.
Die Stunden dieses Tages gehören Jesus Christus, weil Er der Herr und Schöpfer ist. Er möchte unsere Zeit und dadurch unser Leben mitbestimmen. Er will unser Leben gemeinsam mit uns gestalten.
Jesus hat nicht den Sabbat, sondern die menschliche Tradition und Religion bekämpft.
Jesus lehrte: “Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote. Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen... Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet” (Markus 7,7-9).
Genau genommen hat die christliche Tradition den Sabbat aufgehoben, und durch ein Konzil auf den Sonntag verschoben. Menschensatzungen haben willkürlich Gottes Sabbatgebot geändert, und anstelle des Wortes Gottes wurde im Laufe der Jahrhunderte eine neue Religion eingeführt.
Die Grundfrage an uns lautet:
- Stehen Konzile und Entscheidungen der Kirche, stehen wir mit unseren Meinungen und modernen theologischen Lehren über dem Wort Gottes?
Es geht hier um die Autorität Gottes und Seines Wortes.
Es geht um die Frage der Anbetung: Wer ist der Herr, Gott oder der Mensch?
Übrigens war für Jesus in Seiner Endzeitrede, in der es unter anderem um die Verfolgung der Christen in der Zukunft ging, das Halten des Sabbats ein Anliegen: “Betet, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat” (Matthäus 24,20).
Das Halten des Sabbats sollte ein Gebetsanliegen werden.
Ohne Gottes Eingreifen in unserem Leben bleiben wir Gefangene unseres sündigen Daseins.
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10. Ein Beispiel der Auslegung von Kolosser 2,16

Im Kapitel “Bibel” habe ich für die Auslegung eines Textes einige Grundsätze erklärt.
Hier kurz zusammengefasst einige Regeln der Auslegung:
- keine eigenen, lieb gewonnenen Gedanken in den Text hineinlegen
- den Textzusammenhang beachten
- die biblische Gesamtbotschaft im Auge behalten
- den Gebrauch bestimmter Worte mit anderen biblischen Texten vergleichen
Nun wollen wir einen Bibeltext des Apostels Paulus aus dem Neuen Testament lesen:
“So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise oder Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind; leibhaftig ist es in Christus” (Kolosser 2,16-17).
Ich verstehe, dass viele Christen diesen Text als Einwand gegen das Halten des Sabbats bringen. Aber Christen, die unbedingt die christliche Tradition verteidigen wollen, stehen in der Gefahr, ihre Gedanken in den Text hineinlegen bzw. aus dem Text herauslesen zu wollen.
Was sagt der Text wirklich aus?
Aus dem unmittelbaren Textzusammenhang geht es hier um “Speise und Trank und Feiertage oder Neumonde oder Sabbate, die ein Schatten der künftigen Dinge sind...”
Handelt es sich hier um den 7.Tags-Sabbat oder um die Zehn Gebote des Bundes? Wir müssen das mit einem klaren “nein“ beantworten. Hier sind Gebote des Zeremonialgesetzes angesprochen, die mit dem Tod und mit dem Dienst Jesu im Himmel erfüllt sind (siehe Kapitel “Bund und Gebote”: die gesamte biblische Botschaft über die Gebote darf nicht ignoriert werden).
Dann müssen wir noch das Wort “Sabbat“ richtig verstehen. Einem Bibelwörterbuch entnehmen wir, dass Sabbat ist ein anderes Wort für Feiertag bzw. Ruhetag ist. Gott gab eine Vielzahl von Sabbaten = Feiertagen, die nicht unbedingt auf den siebten Wochentag fallen mussten. Von diesen Sabbaten (Feiertagen) ist in obigem Text die Rede.
Mittels einer Bibel-Konkordanz finden wir heraus, dass der Ausdruck “Feiertage, Neumonde und Sabbate” eine Dreiwortkombination ist, der mehrmals im Alten Testament vorkommt, um das gesamte Zeremonialgesetz zu bezeichnen.
Hier ein Text unter mehreren:
“Damals opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf dem Altar des HERRN, den er vor der Vorhalle gebaut hatte, und zwar nach der Bestimmung für jeden Tag, indem er opferte nach dem Gebot des Mose an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen dreimal im Jahr: Am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten” (2. Chronik 8,12-13).
Diese drei Begriffe zusammen bezeichnen das gesamte Zeremonialgesetz, und diese Gebote sind wirklich eine Vorschattung auf Jesus, ein Hinweis auf die Zukunft des Volkes Israel für die Zeit vor Jesus.
Dieser Text ist ein typisches Beispiel, wie man mit der Bibel umgehen soll. Wer die Bibel liest, muss dies unter Gebet tun, und dabei die obigen Regeln der Auslegung unbedingt beachten.
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11. Sabbat im Gericht und in der Endzeit

In der Offenbarung finden wir wichtige Hinweise und Botschaften für die Menschen, die in der Endzeit leben. Endzeit ist die Zeit unmittelbar vor der Wiederkunft Jesu.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gott verleugnet wird, die Bibelkritik die Autorität des Wortes Gottes untergräbt, und in der neue Formen von Ersatzreligionen blühen.
Der Wille Gottes wird heute weder wertgeschätzt noch hochgehalten.
Der Mensch möchte lieber nichts von Gott hören, und hat eine Fülle an Erklärungen gefunden, um ohne schlechtes Gewissen sein Leben so zu gestalten, wie er es will.
Im Namen der Wissenschaft wird z.B. die Theorie der Evolution weltweit als bewiesene Wahrheit gelehrt. Wenige bedenken, dass die vorhandenen Gesetzmäßigkeiten in der Natur ohne das Denken und Handeln eines höheren Wesens nicht existieren könnten. Es gibt kein Werk ohne Werkmeister!
Uns würde es nicht geben, wenn Gott uns nicht geschaffen hätte.
Die Offenbarung, das letzte Buch der Bibel, offenbart das Wirken Jesu für die Menschheit und gibt uns die notwendigen Warnungen für die Endzeit.
Alle Menschen, also auch diese Generation, die die Schöpfung im Allgemeinen leugnet, werden aufgefordert, Gott den Schöpfer anzubeten und Ihn zu fürchten:
“Ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern. Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen” (Offenbarung 14,6-7).
Was bedeutet “Gott fürchten“?
Mit Hilfe der Konkordanz finden wir interessante Texte:
“Dünke dich nicht weise zu sein, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen” (Sprüche 3,7).
Gott fürchten bedeutet, das Böse zu meiden in dem Bewusstsein, dass Gott das Böse schließlich vernichten wird.
Gott fürchten bedeutet, Gott und Sein Wort ernst zu nehmen, und führt uns dazu, seine Gebote zu halten.
“Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse” (Prediger 12,13-14).
Wie wir in Offenbarung 14 gelesen haben, wird jeder Mensch aufgerufen, den Schöpfer anzubeten, Ihn in seinem Leben anzuerkennen. Diese Botschaft ist für unsere Zeit sehr aktuell. Der Schöpfer möchte gerade in einer Zeit angebetet werden, in der die Evolutionstheorie den Glauben an Ihn untergraben hat. Darum ist auch der Sabbat wichtig. Wer diesen Tag heilig hält, ehrt den Schöpfer und verkündigt den großen Gott, der "gemacht hat Himmel und Erde und die Wasserquellen."
Dieser Text aus Offenbarung 14 “Betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen” verweist mit seiner Formulierung auf das Sabbatgebot aus 2. Mose 20: “Gedenke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten... Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2. Mose 20,8-11).
Die Frage der Anbetung bleibt die entscheidende Frage für unser persönliches Leben und für die Zukunft der Menschheit.
Wem gebührt Vertrauen und Anerkennung?
Wer darf Herr über mein Leben sein?
Diese Fragen haben Auswirkungen bis zu den (wirtschafts-)politischen Fragen unserer Zeit.
Mehr erfahren Sie aus dem Studium des Buches Offenbarung im Neuen Testament
(eigene Homepage geplant).
In der Offenbarung wird mehrmals beschrieben, wodurch die wahren Christen der Endzeit gekennzeichnet werden:
“Hier ist Ausdauer der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus” (Offenbarung 14,12).
Das griechische Wort “pistis” wurde zwar mit “Glauben” übersetzt, kann aber auch mit “Treue” wiedergegeben werden.
Die Treue zu Christus und den Zehn Geboten ist das Kennzeichen des wahren Christen. Es geht dabei auch um die Ausdauer, Jesu Wort, Seine Zusagen der Vergebung und des neuen Lebens, trotz widriger Umstände im Herzen zu bewahren.
Das macht den Christen stark für die schreckliche Zeit vor der Wiederkunft Jesu.
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12. Der Sabbat ist für alle Christen

Der Prophet Jesaja hat eine Botschaft Gottes für unsere Zeit des Endes gegeben.

„So spricht der Herr: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil (die Wiederkunft Jesu und das Gericht zur Befreiung) ist nahe, dass es komme, und meine Gerechtigkeit, dass sie offenbart werde.
Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat (den siebten Tag am Samstag als Ruhetag) hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun! Und der Fremde,
(der Nicht-Jude, also wir Christen), der sich dem Herrn zugewandt hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich getrennt halten von seinem Volk…
Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohl gefällt, und an meinem Bund festhalten, denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
Und die Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, … denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker. Gott der HERR, der die Versprengten Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu der Zahl derer, die versammelt sind, sammeln“
(Jesaja 58,1-8).

Hier finden wir den Plan Gottes für sein Volk wieder: Gläubige sollen ein Licht in der Welt sein. Die Kirche Jesu „soll ein Bethaus heißen für alle Völker.“ Diese Menschen aus allen Völkern dieser Erde sollen einen Bund schließen, Gott dienen und ihn lieben. Dieser Bund soll auch durch das Halten des Sabbats fest gemacht werden.
Gott betont hier mehrmals, dass die Fremden, also die Gläubigen, die nicht als Jude geboren wurden, den Sabbat treu halten müssen, und das in einer Zeit, wo das Heil nahe ist. Zu ihnen wird gesagt: Wahrt das Recht (die Gebote Gottes), denn das Heil ist nahe.
Alle Menschen, Juden wie Nicht-Juden – also die Christen, müssen das Recht halten und tun, was nach dem Gesetz Gottes gerecht ist, um so den Bund mit Gott zu halten. Alle Gläubigen aus allen Religionen und Kulturen sollen den Sabbat, den Ruhetag am Samstag halten. Dieser Tag wurde nämlich als Ruhetag bei der Schöpfung geschaffen, darum ist er für alle Menschen gültig. Er wurde nicht nur für das Volk Israel gegeben, sondern für alle Menschen. Mit dem Sabbat hat Gott das Leben mit dem sieben Tage Rhythmus eingestellt. Der Schöpfer hat unser Leben nach diesem Gesetz definiert.





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